"Ein Pferd ohne Reiter
 ist immer noch ein Pferd,
aber ein Reiter ohne Pferd
ist nur ein Mensch."

- mongolisches Sprichwort

Reitkunst der Antike in modernen Zeiten

Wohl in kaum einer Tätigkeit stehen sich Reiter und Pferd als Partner so nah wie in der berittenen Kampfkunst. Auf der Suche nach dem Zugang zum Pferd als Gefährte führt der Weg irgendwann unweigerlich zu den frühen Wurzeln der Reiterei, als die Symbiose zwischen zwei Wesen dem einen die Schnelligkeit, Kraft und die sensible Wahrnehmung des anderen, im Austausch gegen Verantwortung, Schutz und Führung erbrachte.

Die bekanntesten Autoren der Antike haben die Allgemeinbegriffe „Verantwortung“, „Schutz“ und „Führung“ mit konkreten Inhalten gefüllt. Die 2 ½ Jahrtausende alte Reitlehre Xenophons, die Aufzeichnungen Caesars, vor allem sein Exkurs über die Germanen und ihre Reit- und Kampfweisen, die Schriften Herodots und anderer über die Skythen, Berichte über Sarmaten, Hunnen, Mongolen, Dokumente aus Mittelalter und Neuzeit bis hin zu den Ausbildungsvorschriften moderner Kavallerie, sie alle enthalten essentielle Hinweise, deren Beachtung jedem Reiter der heutigen Zeit und vor allem seinem Pferd viel Nutzen einbringen kann. Der Lohn dessen, der diese Grundsätze beherzigt, ist ein Pferd, das im wahrsten Sinne des Wortes mit ihm durchs Feuer geht.

Als heutige Reiter sind wir in der komfortablen und glücklichen Lage, nicht mehr im „scharfen Durchgang“, auf Leben und Tod gegen Feinde kämpfen zu müssen. Aber die archaische Sehnsucht nach dem Partner Pferd ist geblieben und in alten Schriften wie in modernen Erkenntnissen finden sich die Hinweise, diese Partnerschaft zu erreichen.

 
 
 

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